Grünwald – Der Umweltschutz nimmt einen immer größeren Raum ein – auch kommunalpolitisch. Die CSU-Fraktion in Grünwald hat jetzt in einem weiteren Schritt den Antrag gestellt, ein Lastenfahrrad mit elektrischem Antrieb zur allgemeinen Nutzung anzuschaffen. Zur Begründung schreibt die CSU-Fraktion, den Bürgern sollten damit die Möglichkeiten aufgezeigt werden, die ein solches Rad bietet. Die Verwaltung soll laut Antrag das Fahrrad anschaffen. Für Wartung und Ausleihe könnte das ausgewählte Fahrradgeschäft in Grünwald in Eigenreige betreiben, um die Verwaltung nicht zusätzlich zu belasten. Im nächsten Schritt wird die Verwaltung den Antrag prüfen und Vorschläge erarbeiten, wie er umgesetzt werden kann. Im Anschluss wird entweder der Gemeinderat oder ein Ausschuss darüber weiter beraten.
Ingrid-Reinhart von der Grünen-Fraktion macht gerade Urlaub im schweizerischen Graubünden. Sie warn nicht in der Sitzung, findet die Idee mit dem Lastenfahrrad, die von der CSU in den Ring geworfen wurde, aber erst einmal gut: „Es ist seinem Wesen nach ein urgrüner Antrag.“ Sie hofft, dass die Idee auch gut umgesetzt wird. Sie habe sich selbst schon überlegt den Antrag zu stellen: „Aber ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grünwalder irgendetwas mit einem Lastenfahrrad befördern. Sie fahren lieber mit großen Autos.“
Aber vielleicht, so findet, Ingrid Reinhart, hat es einen Effekt. Sie selbst wird es sich auf jeden Fall einmal ausleihen. Ingrid Reinhart ärgert es, dass in Grünwald Usus ist: Eine Frau sitzt in eine Auto, das Tonnen wiegt, weil man das aus Prestigegründen braucht. Das zu ändern, sei eine sehr große Aufgabe. Ein Lastenfahrrad könne auf diesem Weg nur ein kleiner Schritt sein. Aber man könne es ja mal probieren, dass der ein oder andere umsteigt. msc
Quellenangabe: Münchner Merkur – Süd vom 28.06.2019, Seite 33




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