Ein Artikel der digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 02.07.2021
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Landkreis München, 02.07.2021
Von Claudia Wessel
Die Gemeinde Grünwald wird eine neue Stelle für einen Radverkehrsbeauftragten ausschreiben. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Die Anregung kam von den Grünen, die insgesamt drei Anträge in Sachen Fahrradförderung vorgelegt hatten. So wünschten sie sich zum einen, dass die Gemeinde Fördermittel aus dem Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“ beantragen solle, wo insgesamt 657 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Mit den erhaltenen Mitteln wäre dann ein Radwegekonzept zu erstellen. Die Rathausverwaltung wird die Möglichkeiten prüfen.
Weiterhin beantragten die Grünen, dass die Gemeinde sich um die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen bemüht. Hierzu kamen zunächst zahlreiche Einwände von CSU-Gemeinderäten, die meist daran zweifelten, ob ein solcher Verein wirklich helfen könne. Sie erklärten, man könne doch die Probleme für Radler in der eigenen Gemeinde selbst lösen. Nach einer Sitzungsunterbrechung, in der sich die CSU-Fraktion samt Bürgermeister Jan Neusiedl beratschlagte, einigte man sich jedoch darauf, „die Mitgliedschaft anzustreben“.
Zugleich setzte die CSU auf den dritten Antrag der Grünen eins drauf. Die Grünen hatten vorgeschlagen, jemanden aus der Rathausverwaltung zum Radverkehrsbeauftragten zu ernennen. Da jedoch die Mitarbeiter der Verwaltung bereits ausgelastet seien, so die Meinung der CSU, beantragte diese, eine neue Stelle zu schaffen. Dem Ansinnen schlossen sich die Grünen mit Freuden an.
Claudia Wessel




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