Quellenangabe: Münchner Merkur – Süd vom 17.06.2023, Autor: Marc Schreib
Grünwald – Die Suche nach einem eigenen Fahrradbeauftragten für die Gemeinde Grünwald gestaltet sich weiterhin schwierig. Der Markt scheint leergefegt, wie die Verwaltung auf wiederholtes Nachfragen der Grünenfraktion im Gemeinderat verlauten lässt (wir berichteten).
Ursprünglich sah der Grünen-Antrag vom Februar 2021 vor, dass der Radbeauftragte die zentrale Koordinierung für alle Planungen und Aktivitäten zum Thema Fahrrad in der Gemeinde vornimmt und unter anderem die verschiedenen Bereiche der Verwaltung bei den Konzepten zur Förderung des Radverkehrs koordinieren und unterstützen solle. Auf die Schaffung einer eigenen Stelle wollte man gar nicht hinaus. Die Verwaltung allerdings pochte darauf, was dann auch vor zwei Jahren einstimmig so beschlossen wurde.
Aber niemand will den Job machen. Gemeinderätin Ingrid Reinhart-Maier (Grüne) hat sich die Stellenausschreibung angesehen. Diese verlange ziemlich viel von den Bewerbern. „Zwei Kandidaten sind in die engere Auswahl gekommen, haben dann aber abgesagt.“ Die Grünwalderin bezeichnet es als fatal, dass mit der Schaffung der Stelle auch der Beitritt zum Verein Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) verbunden ist. Nach dem Prinzip: Erst die Stellenbesetzung, dann der Beitritt. Dieser verzögert sich nun zwangsläufig.
Dabei wäre es aus Sicht Reinhart-Maiers dringend nötig, dass der Verein die Gemeinde in puncto Fahrradfreundlichkeit berät. Gerade in Grünwald, wo die Umsetzung eines Konzepts schon allein wegen der verschiedenen Verantwortlichkeiten schnell an seine Grenzen gerate, sei es ratsam, sich Unterstützung durch den AGFK einzuholen. Die Grünen-Fraktion stellt daher einen Antrag, dem Verein auch dann beizutreten, wenn noch kein Radexperte gefunden ist. msc




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